Bei Festgeld handelt es sich um eine feste Geldanlage. Hierbei wird ein Betrag über eine bestimmte Laufzeit zu einem festen Zinssatz angelegt. Daher spricht man auch von einer festverzinslichen Geldanlage. Das hat den Vorteil, dass Sparer schon beim Abschluss des Festgeldkontos und beim Einzahlen des Geldes wissen, welche Rendite sie erzielen werden. Generell gilt: je länger die Laufzeit, desto höher die Festgeldzinsen und damit die Rendite.
In der Regel ist es nicht möglich, vor dem Ablauf der Laufzeit auf das Geld zuzugreifen. Nach Ende der Laufzeit erhalten Anleger ihre Geldanlage inklusive der Zinsen zurück. Festgeld ist weniger flexibel als Tagesgeld – dafür können jedoch meist attraktivere Zinsen erzielt werden. Für längerfristiges Sparen kann sich daher gegebenenfalls am besten ein Festgeldkonto eignen.
In der Regel funktionieren Festgeldkonten ohne einen Zinseszinseffekt, da die Zinsen erst am Ende der Laufzeit berechnet werden. In Ausnahmefällen gibt es jedoch Festgeldanlagen, bei denen ein Zinseszins ausgeschüttet wird. Informationen dazu können bei der jeweiligen Bank und in den Angebotsdetails der Festgeldkonten eingesehen werden. Es kann sich lohnen, die Ausschüttung von Zinseszinsen im Festgeld-Vergleich zu berücksichtigen, um das für Sie beste Angebot zu finden.
| Summe der Festgeldanlage | Laufzeit / Anlagedauer | Zinssatz (kein Zinseszins) | Gewinn nach Laufzeitende | Was Sie nach Laufzeitende zurückerhalten |
|---|---|---|---|---|
| 2.500 € | 2 Jahre | 3,30 % p.a. | 165 € | 2.665 € |
| 13.000 € | 3 Jahre | 3,45 % p.a. | 1.345,50 € | 14.345,50 € |
| 75.000 € | 2 Jahre | 3,45 % p.a. | 5.175 € | 80.175 € |
Bei Festgeld sind Laufzeiten von wenigen Monaten bis hin zu mehreren Jahren möglich. Je länger die Laufzeit, desto höher ist in der Regel der Zinssatz. Jedoch trifft dieser Grundsatz häufig lediglich bei Laufzeiten mit bis zu fünf Jahren zu. Bei einer längeren Laufzeit kann derzeit kaum von höheren Zinsen für Festgeld profitiert werden (Stand: 07.2025).
Die Zinsen von Festgeldkonten werden von Leitzinsen der EZB beeinflusst. In Phasen, in denen die Leitzinsen tendenziell angehoben werden, können Festgeldkonten mit kurzen Laufzeiten von 12 Monaten oder weniger sinnvoll sein, um möglichst schnell wieder neue Zinsangebote nutzen zu können.
Im Juni 2024 hat die EZB die erste Leitzinssenkung seit langer Zeit beschlossen. Sinkt der Leitzins weiter oder stagniert, könnte es sich lohnen, die derzeitigen Zinsen über einen längeren Zeitraum zu nutzen, bevor die Zinsen für Festgeldangebote ebenfalls weiter sinken. Dazu könnte auf Festgeld mit einer Laufzeit von 2 Jahren oder mehr gesetzt werden. Da auf das Festgeld erst nach Ablauf der Laufzeit wieder zugegriffen werden kann, kann es sinnvoll sein, ausschließlich den Betrag anzulegen, auf den für die Dauer der Laufzeit verzichtet werden kann.